natur und bildung

Natur & Bildung

Naturbildung,Ökopädagogik,
Kind und Natur

Die Bedeutung der Naturerlebnisse im Kindesalter - Teil2

Wenn die zu Beginn gestellte These, dass frühkindlicher Naturkontakt Haltungen des Erwachsenen mitbestimmen sollten, richtig ist, so wäre es vonnöten, Qualitätsunterschiede festzustellen, auf welche Art der Vermittlung von Naturkontakten Kinder besonders positiv reagieren. Hierfür wurden 2 Ansätze entwickelt, wobei beim ersten Ansatz die Vermittlung der Naturbegegnungen „klassisch- belehrend“ erfolgte, im engeren Sinne der Umweltbildung folgend, während der zweite Ansatz eine lockere lustbetonte Begegnung mit der Natur forcierte. Während eines Ausgangs auf das Cobenzl (Wienerwald) mit 2 Gruppen, einer Versuchs- und einer Kontrollgruppe, wurden beide Ansätze verglichen. Leider kam die für genauere statische Untersuchungen notwendige Mindestzahl von Teilnehmer/innen aus organisatorischen Gründen nicht zustande. Um eine ungefähre Vorstellung eines möglichen Ergebnisses zu erhalten, wurde trotzdem ein Scheffes Test durchgeführt. Die Ergebnise dieses Tests konnten die anfangs aufgestellte These, „dass Kinder die Inhalte besser aufnehmen können, wenn sie die Inhalte spielerisch und nicht lehrend vermittelt bekommen“, nicht bestätigen. Das könnte darauf hindeuten, dass es, um Natur- und Naturinhalte zu vermitteln, hauptsächlich darauf ankommt, den Kindern Freude zu machen (Freude hatten beide Kindergruppen des Projekts am Ausflug), selbst Interesse zu zeigen und naturbezogene Inhalte zu vermitteln. Wie ist möglicherweise von geringer Bedeutung.

Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit heben die Bedeutung frühkindlichen Naturkontakts hervor. Auch die Art und Weise, wie dieser erfolgt, dürfte bedeutsam sein. So ist „Freies Spielen in der Natur“ zwar sehr wichtig und schön, aber um Kinder zu Natur- und Umweltbewussten (und -liebenden) Menschen zu erziehen, wahrscheinlich doch zuwenig.

Liebevolles Auseinandersetzen mit der Natur, ein kindgerechtes Heranführen mit Anregungen zum genauen Schauen und bewusstem Erfassen mit allen Sinnen, sowie die generelle Haltung des/der Erziehenden scheinen gleichermaßen dazu beizutragen, dass sich junge Menschen zu natur- und umweltbewussten Menschen entwickeln.

Für Interessierte:Die gesamte Diplomarbeit als pdf zum Runterladen

© Mag.a Silke Geroldinger 2007